Foodsharing ist eine richtig coole Sache, gerade wenn man als Student:in auf Budget und Nachhaltigkeit achten will. Früher war Lebensmittelrettung eher privat oder karitativ – heute gibt es dank foodsharing e. V. ein einzigartiges Modell in Deutschland: Ehrenamtlich, nicht kommerziell, komplett auf das Retten und Verteilen von überschüssigen Lebensmitteln ausgerichtet.Kurz gesagt: Foodsharing ist ein Must-have für Studis in Ulm – perfekte Ergänzung zu Mensa, Apps oder lokalen Cafés, damit man Mülltonnen wie diese vermeiden kann:
Foodsharing läuft im Prinzip auf zwei Säulen:
Das Coole daran: Foodsharing fragt nicht, ob du „bedürftig“ bist oder wie viel du verdienst. Es geht einfach nur darum, Lebensmittel zu retten – Punkt. Deshalb nutzen Studis das so selbstverständlich: Du nimmst mit, was da ist, gibst ab, was du nicht brauchst, und niemand schaut dich komisch an. So fühlen sich Studenten oft ganz selbstverständlich eingeladen, mitzumachen.
Ulm hat offiziell eine Community:
Foodsharing Ulm
Besonders praktisch für Studierende: der Fairteiler im Gebäude O25 der Uni Ulm:
Uni Ulm – Fairteiler
Warum der ideal ist:
Der Fairteiler im Gebäude O25 ist eigentlich perfekt gelegen – mitten auf dem Campus, gut zu erreichen, Kühlschrank & Regal, alles da. In der Theorie könnte das ein richtiger Treffpunkt sein. In der Praxis wissen nur viel zu wenige davon, sodass man meist eher in Ruhe schnell was rausnimmt oder reinlegt. Ein bisschen wie in der WG, wenn jemand eine Box mit „nehmt euch, ich bin übers Wochenende weg“ in die Küche stellt – nur eben offiziell. Und mit etwas Glück findest du Kühlschrank & Regalbereich mit allem möglichen: Brot, Obst, Gemüse, Joghurt, verpackte Waren oder Reste aus der WG.
Foodsharing ist nicht nur nett für die Umwelt, sondern hat auch handfeste Vorteile – besonders für Studierende. Ökologisch gesehen hilft jede gerettete Mahlzeit, den CO₂-Fußabdruck zu reduzieren. Rund 8–10 % der weltweiten Treibhausgase stammen aus Lebensmitteln, die nie gegessen werden. Klingt viel? Ist es auch. Wer also den alten Joghurt, das halbe Brot oder die übrig gebliebenen Nudeln rettet, leistet tatsächlich einen Beitrag zum Klimaschutz.
Auch für den Geldbeutel ist Foodsharing nicht zu unterschätzen. Eigentlich machen wir’s ja in WGs sowieso schon: Wenn jemand für eine Woche verschwindet, essen die Mitbewohner:innen tapfer alles weg, was sonst schlecht würde. Foodsharing funktioniert genau so – nur ohne WG-WhatsApp-Gruppe. Und wenn man als Studi mal eine Woche knapp bei Kasse ist, freut man sich echt über ein paar gerettete Joghurts oder ein Brot, das noch völlig okay ist.
Foodsharing kann auch sozial richtig nett sein – zumindest vom Konzept her. Am Fairteiler in O25 könnte man sich easy mal über Rezepte austauschen oder spontan ins Gespräch kommen. Momentan passiert das eher selten, weil viele schlicht nicht wissen, dass der Fairteiler überhaupt existiert. Aber wenn mehr Leute mitmachen würden, wäre das vermutlich so ein typischer Campus-Spot, an dem man kurz hängenbleibt, quatscht und sich freut, wenn jemand eine Packung Tomaten rettet, die sonst im Müll gelandet wäre.
Und kulturell verändert Foodsharing, wie wir Lebensmittel sehen: Es hinterfragt das Mindesthaltbarkeitsdatum, zeigt, dass auch „übersehene“ Lebensmittel noch gut und genießbar sind, und vermittelt Skills im cleveren Umgang mit Lebensmitteln. Wer regelmäßig mitmacht, merkt schnell, dass man Reste kreativ verwerten und so Geld sparen kann – Skills, die in jeder WG Gold wert sind.
Natürlich läuft nicht alles perfekt:
Trotzdem überwiegt der Nutzen – je mehr Leute mitmachen, desto besser funktioniert das System.
Für uns Studis heißt das:
Unterm Strich lohnt sich Foodsharing für Studis einfach: weniger Ausgaben, weniger Verschwendung, und manchmal rettet man genau das, was man eh für’s Abendessen gebraucht hätte. Es passt damit super in den Ulmer Unialltag – so wie Mensa, WG-Kühlschrank und die obligatorische Suche nach dem günstigsten Kaffee.
