
Aroma-Revolution: 3 Kräuter für ein neues Geschmackserlebnis
Es wird gern gesagt, dass in Deutschland nur mir Salz und Pfeffer gewürzt wird und genau so sah das bei mir anfangs auch aus. Aber so muss es nicht sein! Auch ohne großen Aufwand könnt ihr mit ein paar "Multifunktions-Kräutern" euer Essen schmackhafter machen! Wenn ihr nun also wissen wollt, welche das sind und welche weiteren Vorteile diese bringen, seid ihr hier genau richtig!
Rosmarin 🌱
Eine Prise Salz reicht meist nicht aus, um eure Ofenkartoffel oder euer Fleisch geschmackvoller zu machen! Rosmarin würzt das Gericht eurer Wahl dabei nicht nur mit einer leicht bitteren Note, es unterstützt dabei gleichzeitig noch eure Verdauung. Doch es gibt noch weitaus mehr positive Eigenschaften, die diesem Kraut der Gattung Salvia zugeschrieben werden!

Verwendung
Gerichte
Rosmarin eignet sich perfekt für euer nächstes Fleisch oder Kartoffelgericht. Zur Anwendung müsst ihr lediglich die zuvor getrockneten Rosmarinblätter auf das gewählte Nahrungsmittel geben und diese zusammen kochen. Durch die Wärme kann sich das Aroma entfalten und der würzige Geschmack kommt zum Vorschein, für welchen übrigens die ätherischen Öle Cineol, Kampfer und Borneol verantwortlich sind.
Tipp: Sind euch die Rosmarinblätter wie mir zu stachelig beim Essen, kann ich nur empfehlen die Blätter nach dem Trocknen zu einem Pulver zu verarbeiten mittels eines Zerkleinerers. So habt ihr weiterhin den gleichen Geschmack und dabei keine "Tannennadeln" im Mund!
Nützliche Inhaltsstoffe
- Borneol: Fördert Verdauung und Durchblutung
- Rosmarinsäure: Entzündungshemmend
- Vitamin C: Essenziel für das Immunsystem
- Eisen: Wichtig für den Sauerstofftransport und die Blutbildung
Anbau
Pflege
Rosmarin ist wohl eine der pflegeleichtesten Kräuter, die ihr euch besorgen könnt, da diese Pflanze nicht viele Nährstoffe braucht. Ihr könnt sie euch am besten einfach in einen Topf pflanzen, den ihr ab und an gießt (kalkhaltiges Wasser ist dabei kein Problem) und zumindest im Winter in eure Wohnung stellt. Auch ohne Dünger sollte euer Rosmarin dann gut zu einer schönen, buschigen Form heranwachsen.
Ernte
Die optimale Erntezeit ist im Frühsommer, hier könnt ihr ein paar Zweige abschneiden und anschließend in der Sonne trocknen lassen. Die Blätter könnt ihr dann abzupfen und entweder direkt zu eurem Gericht zugeben oder trocken lagern. Sollte euer Rosmarin beim Ernten trockene, braune Blätter haben ist das übrigens kein Problem, ihr könnt diese ganz normal verwenden.
Tipp: Rosmarin könnt ihr auch zur Insektenabwehr nutzen. Wie genau das funktioniert seht ihr hier!
Thymian 🌿
Schmeckt euer Ofengemüse mal wieder zu fad? Dann reicht schon ein Griff zum Thymian, um ein bisschen mehr Geschmack ins Spiel zu bringen! Dieses pflegeleichte Kraut mit einem intensiven, herben Geschmack ist Teil der Lippenblütler und ist eine ausgezeichnete Wahl für eure Kräuterküche.
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Verwendung
Gerichte
Dieses Kraut eignet sich gut für Ofengemüse, Suppen und Fleisch. Dabei ist es auch ganz euch überlassen, ob ihr frische Blätter zugebt oder getrocknete. Ihr solltet jedoch darauf achten die frischen Blätter erst zum Schluss hinzuzugeben, bei den getrockneten ist es hingegen relativ gleich, wann ihr diese zugebt.
Nützliche Inhaltsstoffe
- Vitamin A: Gut für die Augen und Schleimhäute
- Eisen: Wichtig für den Sauerstofftransport und die Blutbildung
- Kalzium: Für Knochen und Zähne
Tipp: Intakte Schleimhäute sind besonders wichtig im Winter, damit die Erreger erst gar nicht in den Körper gelangen und ihr gesund bleibt!
Anbau
Pflege
Thymian benötigt wenig Wasser und kann generell auch mal eine Trockenperiode überstehen. Für die Überwinterung habe ich meinen Thymian in einem kleinen Gewächshaus angepflanzt, dort kann er den Winter mit Leichtigkeit überstehen, da er winterhart ist. Wichtig ist nur, dass ihr eure Thymianpflanze im Frühling schneidet, da er ansonsten verholzt und nicht mehr als Küchenkraut geeignet ist!
Ernte
Ernten könnt ihr euren Thymian hauptsächlich von Mai bis September. Falls ihr den Thymian direkt verwenden wollt, könnt ihr die Blätter direkt abzupfen. Wenn ihr den Thymian allerdings als Vorrat für den Winter erntet, solltet ihr mithilfe einer Schere die noch grünen, frischen Stängel abschneiden und als Bündel trocknen, da bei jeder Schnittfläche ätherischen Öle verloren gehen, welche den Geschmack ausmachen. Als alternative Aufbewahrung eignet sich es auch den Thymian in Wasser einzufrieren in selbstgemachte Eiswürfel.
Basilikum 🍃
Nudeln mit Pesto - Das Hauptgericht eines jeden Studenten. Aber nicht nur hier lässt sich Basilikum anwenden, dieses zarte Kraut eignet sich auch hervorragend für eure nächste Tomatensoße, ob für Nudeln oder Pizza ist dabei völlig egal. Aber der Anwendungsbereich von Basilikum ist größer als nur das, die zahlreich hilfreichen Inhaltsstoffe übertrumpfen die von Thymian und Rosmarin mit Leichtigkeit. Dieses Kraut mit einem würzigen, frischen Geschmack ist also ein Muss für eure Küche!

Verwendung
Gerichte
Basilikum eignet sich nicht nur für die bereits erwähnte Tomatensoße und für Pesto, sondern macht sich auch auf Fischgerichten oder Eiern gut. Ich kann dabei nur empfehlen Basilikum als Krönung zum Omelett zuzugeben, der absolute Renner eines jeden Frühstücks! Die Blätter sind außerdem noch eine nette Addition bei Tomate-Mozzarella, welches vor allem an warmen Tagen ein leichtes und leckeres Gericht ist.
Tipp: Basilikum ist ein zartes Kraut. Gebt die Blätter also am besten erst am Ende zum Gereicht hinzu, damit es den Geschmack beibehält!
Nützliche Inhaltsstoffe
- Folat (Vitamin B9): Wichtig für Blutbildung und das Immunsystem
- Vitamin B2, Beta-Carotin (Vitamin A Vorläufer): Gut für die Augen
- Vitamin C, Kupfer, Mangan: Essenziel für das Immunsystem
- Eisen: Wichtig für den Sauerstofftransport und die Blutbildung
- Kalzium: Für Knochen und Zähne
- Kalium: Teil der Blutdruck-Regulation
Anbau
Pflege
Eure Basilikumpflanze solltet ihr am besten an einem sonnigen, warmen Ort wachsen lassen. Ich selbst habe mein kleines Pflänzchen direkt am Küchenfenster, sodass ich beim Kochen nach Belieben direkt die frischen Blätter ernten kann.
Ernte
Die typischen Erntezeiten sind jeweils von Juli bis September, im Winter müsst ihr also leider auf euren Garten-Basilikum verzichten, außer ihr trocknet euch schon eine kleine Menge für die kälteren Jahreszeiten. Hierbei verändert sich der Geschmack jedoch etwas, das Kraut schmeckt herber. Alternativ könnt ihr euch im Winter aber auch ein Pflänzchen ins Haus stellen, um weiter frische Blätter zu bekommen. Beim Ernten könnt ihr ruhig mehr als nur die kleinen Blätter abzupfen, denn nehmt ihr noch direkt einen Teil des Stängels mit, können von dort aus gut neue Triebe nachwachsen. So wird euer Basilikum sogar noch ertragreicher, solange ihr nicht direkt alles auf einmal erntet!
Quellen
- Stefanie Waldschmidt: Rosmarin - nicht nur Gewürz, sondern auch medizinische Waffe?
- Eismann: Rosmarin – Geschmack, Nährwerte, Kalorien, Verwendung Thymian – Geschmack, Nährwerte, Kalorien, Verwendung Basilikum – Geschmack, Nährwerte, Kalorien, Verwendung
- Ankerkraut: Thymian, gerebelt Rosmarin Was ist eigentlich der Unterschied zqischen Kräutern und Gewürzen Basilikum
- Susann Hayn, Verena Schmidt, Eva Monning Thymian
- Kathrin Brunner: Thymian ernten und volles Aroma genießen
- Titelbild: Unsplash - Kevin Doran (kfizdor) __